Unsere Schule unterhält enge Kontakte zu Partnereinrichtungen in mehreren europäischen Ländern. Durch diese Partner können wir eine Vielzahl von multilateralen Aktivitäten im Bereich der Auslandspraktika, der Schulpartnerschaften und der gemeinsamen Unterrichtsprojekte realisieren. Das Kuniberg Berufskolleg arbeitet momentan mit folgenden Partnern eng zusammen:
Im Rahmen einer Schulpartnerschaft arbeitet das Kuniberg Berufskolleg mit Finnland, Schweden und Spanien zusammen. Die Partner Kokemäenjokilaakson Ammattiopisto, Sandbackaskolan und IES A Xunqueira tauschen mit uns Schüler aus, kooperieren im Bereich der Auslandspraktika und realisieren mit uns gemeinsame Unterrichtsvorhaben. Das Kokemäenjokilaakson Ammattiopisto arbeitet zusätzlich noch mit uns an einem Mobilitätsprojekt im Bereich der Schulentwicklung (SMIP1/ School-management improvement partnership 1) und in einem Comenius-Projekt (SHIE/ The Smart Home in Europe).
Unsere Partner im Bereich der transnationalen Mobilität erweitern sich ständig, da unsere Schüler auch eigene Partner einbeziehen. Flächendeckend kooperieren wir mit folgenden Partnern im Bereich der Auslandspraktika:
• Kokemäenjokilaakson Ammattiopisto, Kokemäki (Finnland)
• IDEUM, Arvidsjaur (Schweden)
• IES A Xunqueira, Pontevedra (Spanien)
• Artemisszio, Budapest (Ungarn)
• WEXEdU, Szentendre (Ungarn)
Emil, Erik, Jens, Tova, Viktor und William bauen im Sommer ihr Abitur. Vor der Reifeprüfung an der Sandbackaskolan in Arvidsjaur sind die sechs schwedischen Gymnasiasten noch einmal auf große Fahrt gegangen. Sie absolvieren ihr Auslandspraktikum auf Einladung des Kuniberg Berufskollegs in Recklinghausen und Umgebung.
Die Europaschule in Nordrhein-Westfalen schärft mit der interkulturellen Begegnung ihr Fremdsprachen-Profil – und nur wenige Tage nach der Abreise der Schweden brechen dann die Zwölftklässler vom Kuniberg auf ins europäische Ausland. Zum vierten Mal wird Arvidsjaur (Provinz Norrbotten, aktuelle Tagestemperatur minus drei Grad Celsius) Ziel der Recklinghäuser Wirtschaftsgymnasiasten sein.
„Wir fühlen uns in Lappland schon heimisch“, schmunzelt Bettina Schneider, die im Europa-Team des Kuniberg Berufskollegs die Fäden nach Skandinavien geknüpft hat. „Unsere Schüler arbeiten dort im Tourismus.“ Arvidsjaur liegt 100 Kilometer südlich des Polarkreises. Es ist im Winter ein internationales Zentrum für Fahrzeugtests unter subarktischen Bedingungen.
Der Aufenthalt der sechs Abiturienten von der nordschwedischen Partnerschule in Deutschland stellt eine Premiere dar, die alle Beteiligten bisher voll zufrieden stellt. Die Gäste absolvieren ihre Praktika in unterschieden Wunschbereichen: Erik und Emil engagieren sich in der Jugendabteilung der SF Stuckenbusch. Viktor und William arbeiten bei VW Schürmann. Jens hospitiert in den Fächern Sport und Politik am Kuniberg Berufskolleg, während Tova, das einzige Mädchen, bei der „Börster Brotzeit“ beschäftigt ist.
Darüber hinaus organisiert das Wirtschaftsgymnasium auf dem Kuniberg ein umfangreiches Freizeitprogramm für die Nordschweden. „Die Schüler haben sich mit ihren Ideen super eingebracht und eine Menge auf die Beine gestellt“, lobt Fachlehrerin Bettina Schneider. Höhepunkte der „deutsch-schwedischen Wochen“ sind Spritztouren zur Zoom-Erlebniswelt nach Gelsenkirchen, zum Disco-Bowling nach Herten und zum Hochseilgarten nach Oberhausen. Außerdem ging es in den Zirkus Roncalli.
Petra Hogrebe vom Kuniberg-Europateam initiierte kurzfristig einen Besuch im Rathaus der Stadt Recklinghausen. Bürgermeister Wolfgang Pantförder empfing die jungen Gäste und plauderte mit ihnen über die Eindrücke vom Leben im nördlichen Ruhrgebiet.
Für drei Tage besuchten die Lehrerinnen Birgitta Grahnt und Katarina Öhman ihre Schützlinge in Recklinghausen. Im Gespräch mit Schulleiter Dr. Walter Schulte ging es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Schulsystemen beider Länder. Die Stippvisite der beiden Pädagoginnen, die Deutsch beziehungsweise Betriebswirtschaftslehre unterrichten, wurde auch genutzt, um gemeinsam über die Fortsetzung des gemeinsamen Unterrichtsprojektes „The Weltladen goes global“ zu beraten.
Im Schuljahr 2008/09 hatten Bettina Schneider und Katarina Öhman die länder- und fächerübergreifende Geschäftskorrespondenz initiiert. Während beim bisherigen Projekt die deutschen Schüler die Produkte „ihres“ Weltladens nach Nordeuropa verkaufen, haben die Schweden parallel ein weiteres Geschäftsfeld eröffnet. Unter dem Motto „Young Enterprises“ vermarkten sie ihre Produkte und hoffen, mit den Kuniberg-Schülern einen echten Kaufvertrag abzuschließen.
Während Gastgeber und Gäste die deutsch-schwedische Partnerschaft pflegen, richtet sich das Augenmerk von Andrea Thommes schon auf das zweite April-Wochenende. 30 Schülerinnen und Schüler aus dem Wirtschaftsgymnasium und aus dem Bildungsgang „Kaufmännischer Assistent“ schwärmen in acht europäische Länder aus: „Diesmal geht es nach Belgien, Finnland, Irland, Niederlande, Rumänien, Schweden, Spanien und Ungarn“, informiert die Europa-Koordinatorin.
Unsere transnationalen Unterrichtsprojekte organisieren wir auch mit Hilfe des Förderprogramms Comenius. Unser aktuelles Projekt „The Smart Home in Europe" hat es sich zum Ziel gesetzt, altengerechtes Wohnen und modernstes Technologie in Verbindung mit kundenorientierter Produktvermarktung und -entwicklung zu simulieren. In diesem Projekt arbeiten wir mit folgenden Partnern zusammen:
• Technisch Instituut St. Lodewijk (Belgien)
• Istituto Tecnico Industriale Statale FERMO CORNI (Italien)
• Vyssi odborna skolaa stredni prumyslova skola elektrotechnicka, Plzen (Tschechien)
• Békéscsabai Központi Szakképzö Iskola és Kollégium (Ungarn)
• Kokemäenjokilaakson Ammattiopisto, Kokemäki (Finnland)