Pangoa in Peru
Pangoa: Garten

Unsere Partnerschaft mit Peru - über Schwester Soledad

Seit 1995 besteht ein Kontakt zwischen Schwester Soledad und dem Kuniberg Berufskolleg. Schwester Soledad lebt und arbeitet in Peru - bis 2004 in Pangoa. Das ist ein kleiner Ort der im Urwaldgebiet liegt und von Lima aus nach 15-stündiger Busfahrt zu erreichen. Dabei werden die Anden (Gebirge) durchkreuzt, die Strasse geht bis auf eine Höhe von 4818 m! Durch die schöne Bergwelt fährt man dann wieder hinunter bis auf eine Höhe von 700 m.

Der Wald wurde in den letzten 30 Jahren zum Teil in ein landwirtschaftliches Nutzgebiet umgewandelt. Hauptsächlich werden Kaffee, Kakao, Apfelsinen und Juca, ein kartoffelähnliche Wurzelfrucht, angebaut.

Die Menschen dort leiden noch unter den Folgen des Terrorismus und sind auf Hilfe angewiesen. Durch einen regelmäßigen Briefkontakt wuchs das Verständnis füreinander. Die Erlöse aus dem fairen Handel und von regelmäßig stattfindenden Aktionen kamen den Menschen dort zu Gute. Das Geld wurde als Hilfe zur Selbsthilfe verwandt (Nähschule, Aufbau einer Bibliothek, Schulbau....).

Durch den Besuch von Schwester Soledad im Juli 2003 wurde uns Peru noch vertrauter.

Besuch von Schwester Soledad 2003

Im Jahre 2004 wurde Schwester Soledad von ihrem Orden aus sehr plötzlich nach Acarí versetzt. Acarí ist ein kleines Dorf mit mehreren Weihern in einem Tal 550 km südlich von Lima. Der Fluss ist nach dem Ort benannt. Er hat nur in der Regenzeit Wasser. In Acarí selbst regnet es normalerweise nicht. Das Flusswasser kommt von den Bergen. Die Bewohner von Acarí sind hauptsächlich Landwirte. Wer kein eigenes Land besitzt, arbeitet als Tagelöhner.

Es werden hauptsächlich Oliven, Baumwolle, Kartoffeln, Mais und eine Art Klee angepflanzt. Der Klee dient den Kühen uns Schafen als Futter.

Wegen der ansteigenden Arbeitslosigkeit kommen viele Menschen aus anderen Orten in der Hoffnung, an der Küste bessere Lebensbedingungen zu finden. Sie besetzen freies Land und bauen Hütten aus Wellblech, Pappe oder Plane auf, die sie nicht genügend vor Wind und Feuchtigkeit schützen.

Da ähnlich wie in Pangoa auch in Acarí die materielle Not sehr groß ist, werden wir die Arbeit von Schwester Soledad weiter unterstützen und ihr die Entscheidung überlassen, in welches Projekt sie unser Geld investiert.

Immer wieder bekommen wir Post aus Peru, von den Menschen die wir unterstützen. Maribel, ein junge Frau, die wir mit unseren Tätigkeiten im Weltladen finanziell unterstützen schrieb uns:

Liebe Lehrer/innen und Schüler/innen,

ich, Maribel, habe die Freude Ihnen zu schreiben und Sie alle herzlich zu umarmen für die Hilfe, die Sie uns bieten, damit wir so unsere gesteckten Ziele erreichen können.

[...] ich studiere noch, trotz der Schwierigkeiten und der traurigen Ereignisse, die ich in meinem bisherigen Leben erlebt habe.

[...] mit der Gnade des Herrn und der Güte von einigen Personen haben wir bis jetzt weiterkommen können.

Nun verabschiede ich mich von Ihnen, liebe Lehrer/innen und Schüler/innen und sage Ihnen "Danke" für die Unterstützung, die Sie uns gewähren, da wir sonst niemanden haben , auf den wir uns verlassen können.

Maribel

Nachdem sie ihre Familie verloren hatte, war sie mit ihrem jüngeren Bruder völlig auf sich allein gestellt. Durch die Unterstützung unseres Weltladens hat sie die Möglichkeit zu studieren. Somit hat sie eine bessere Perspektive für ihre Zukunft.

Durch die Arbeit im Weltaden bieten wir neben Maribel auch vielen anderen Menschen die Möglichkeit auf ein besseres Leben.

 

Nach dem Brief von Maribel hat der Weltladen nun sogar Besuch aus Peru bekommen:

Am Dienstag den 5. Juli 2011 war es soweit. Schwester Donrose aus dem Ort Acari, den der Weltladen finanziell unterstützt, hat den Schülern ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen von dem Leben und Arbeiten in Peru versucht näher zu bringen. Die begeisterte Erzählweise der Ordensschwester hat die Zuhörer schnell in ihren Bann gezogen und sie hörten interessiert und aufmerksam zu.

Nachdem von ihr gezeigten Präsentation, hat sie offenherzig alle noch offenen Fragen gerne beantwortet und ist auf jeden Einzelnen eingegangen. Es beeindruckte alle Ihre offene und herzlich Art, und auch sie war über das ihr entgegengebrachte Interesse und die Aufmerksamkeit erfreut.

Der Besuch war somit ein voller Erfolg, aus dem alle etwas für sich mitnehmen konnten.

Weiter Infos gibt es auch noch mal zum Nachlesen unter den News auf der Homepage.

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