Nachrichtenarchiv der Schule Oktober 2017

Smoothies schmecken und regen zum Nachdenken an

Erlös der Aktion gegen die wachsenden Müllberge kommt dem NABU Recklinghausen zugute

 

 

Die Verschwendung von Lebensmitteln hat die Klasse EM 2 in den Mittelpunkt ihrer Projektarbeit für die Klimawoche gestellt und daraus eine praktische Aktion entwickelt. Die angehenden Kaufleute im Einzelhandel bereiteten drei verschiedene Smoothie-Sorten zu und boten sie am Mittwoch (18. Oktober) in den Pausen als nahrhafte Erfrischung an.

Die Schülerinnen und Schüler hatten dafür in den Ausbildungsbetrieben der Lebensmittelbranche Obst und Gemüse eingesammelt, das aus optischen Gründen – zum Beispiel leichte Druckstellen – aussortiert worden wäre.

„Wir wollten mit unserer Aktion beispielhaft zeigen, was man konkret gegen die immer mehr steigenden Müllberge unternehmen kann. Eigentlich einwandfreie und genießbare Lebensmittel landen im Abfall, etwa unsere Smoothie-Zutaten“, erläuterte Bildungsgangleiterin Silke Kamerke.

Ein weiterer positiver Aspekt der Aktion: Der Erlös kommt dem Naturschutzbund (Nabu) Recklinghausen zugute.

 

Klimawoche 2017/18 startet: "Mobil ohne Auto"

Assistenten bitten am Montag die Autofahrer zur Kasse

Mit dem Aktionstag „Kuniberg – mobil ohne Auto“ beginnt am Montag (16. Oktober) die Klimawoche im Schuljahr 2017/18. Damit Schülern und Lehrern der Umstieg auf das Fahrrad oder den ÖPNV leichter fällt, bittet die Mittelstufe der Kaufmännischen Assistenten die Autofahrer an diesem Tag um eine Parkgebühr. Schülerinnen und Schüler, die mit dem Pkw auf den Kuniberg düsen, zahlen jeweils 50 Cent, Lehrerinnen und Lehrer einen Euro. Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer bekommen hingegen am Montag eine kleine Belohnung.

Mit der Aktion möchten die Assistenten auf den durch den Verkehr verursachten Kohlendioxid-Ausstoß sowie den Klimawandel aufmerksam machen und zum Handeln anregen. Die „Parkgebühren“  werden zur Finanzierung der Belohnung für   Fahrradfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer  verwendet. „Darüber hinaus­gehende Einnahmen werden dem Weltladen gespendet“, erklärt die Koordinatorin der Klimawoche, Angelika Bakenfelder. „Die Klasse ASM 1 hofft darauf, dass sich möglichst viele Schüler und Lehrer an dem Aktionstag beteiligen.“

 

Der Biologie-Unterricht wird auf Theos Farm verlegt

"Lokaltermin" mit Hofführung und viele interessanten Informationen

Seit dem Beginn des neuen Schuljahres haben sich die Schülerinnen und Schüler der HHO 2 im Biologie-Unterricht mit Aspekten der ökologischen Landwirtschaft beschäftigt. Gegenstände wie der Artenschutz und die Artenvielfalt, die extensive Bewirtschaftung von Böden, die Tierhaltung, der Bauernhof als Wirtschaftsunternehmen sowie der Unterschied zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft prägten die einzelnen Unterrichtsstunden. Am Donnerstag (12. Oktober) hat sich die Klasse mit Fachlehrerin Johanna Krabbe auf Theos Farm in Oer umgeschaut.

Theo Schürmann führte die Lerngruppe über den Hof und griff dabei die im Unterricht behandelten Themen auf. Die Schüler halfen beim Füttern der Kühe, und sie durften die Schweine streicheln. Im Gespräch stellte die Klasse dem Öko-Landwirt viele Fragen, die dieser offen und unterhaltsam beantwortete. Zum Schluss besuchte die Gruppe den Hofladen. "Die Exkursion war sehr informativ und kurzweilig", resümierte Johanna Krabbe.

 

"Buen Vivir" verheißt einen neuen Lebens- und Politikstil

"Grupo Sal" und Alberto Acosta treten in der Kuniberg-Aula auf

„Buen Vivir“ (Gutes Leben) ist ein indigenes Konzept aus Lateinamerika. Es steht für eine „Ethik der Entwicklung“, die ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil propagiert. Am Mittwoch (11. Oktober) haben die Kult-Band „Grupo Sal“ und der prominente Ecuadorianer Alberto Acosta „Buen Vivir“ vorgestellt. Bei der von der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Kreise im Stadtkomitee der Katholiken präsentierten Konzertlesung verdeutlichte der frühere Bergbauminister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung, dass „gutes Leben“ immer auch etwas mit Kultur zu tun hat. Der Weltladen des Kuniberg Berufskollegs wirkt seit seiner Gründung in der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Kreise mit.

Religiöse Orientierung auf der Jugendburg Gemen

Für den Herbst 2018 ist die sechste Auflage geplant

Intensiv gearbeitet haben die Schülerinnen und Schüler der HHO 2 und HHO 3 bei den Tagen religiöser Orientierung (TrO) vom Montag (9. Oktober) bis Mittwoch (11. Oktober) auf der Jugendburg Gemen. Angeleitet wurden die beiden Lerngruppen aus der Höheren Handelsschule von Teamern des Bischöflichen Generalvikariates Münster. An Ort und Stelle wurde vereinbart, dass es im kommenden Herbst die sechste Auflage der TrO geben soll.

 

Delegation besucht die Handelsakademie I Salzburg

Beim ersten Arbeitstreffen werden die Grundzüge für eine zukünftige Partnerschaft vereinbart

Am Kuniberg Berufskolleg wird nicht nur über Europa gesprochen, sondern europäisch gehandelt. Eine vierköpfige Delegation mit Schulleiter Dr. Walter Schulte an der Spitze hat bei einem Arbeitstreffen in Salzburg die Grundlagen für eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Bundeshandelsakademie / Bundeshandelsschule I geschaffen.

Der mehrtägige Besuch in der österreichischen Landeshauptstadt diente zum Kennenlernen – persönlich und institutionell. Die Schulsysteme beider Länder weisen Übereinstimmungen, aber auch gravierende Unterschiede auf. Während die herkömmlichen Berufsschulen im Nachbarland Ländersache sind, fallen die Handelsakademien – vergleichbar mit den Angebotsbildungsgängen an nordrhein-westfälischen Berufskollegs – in die Zuständigkeit des Bundes.

Die Bundeshandelsakademie I, die von etwa 600 Schülerinnen und Schülern besucht wird, versteht sich als Kompetenzzentrum für betriebswirtschaftliches und volkswirtschaftliches Know-how. Die meisten Schüler kommen nach der achten Schulklasse und erwerben dort in fünf Jahren ihr Abitur. In jedem Jahrgang gibt es eine „Euroklasse“ mit Englisch als Arbeitssprache. Direktorin Magister Britta Becker favorisierte auf Anhieb einen Austausch zwischen dem Wirtschaftsgymnasium und den Kaufmännischen Assistenten vom Kuniberg und ihren Eliteklassen.

Bei dem Treffen in dem direkt an der Salzach gelegenen Gebäudekomplex aus den Siebzigerjahren wurden die unterschiedlichen Kooperationsmöglichkeiten erörtert. Dr. Schulte wies auf die guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit beruflichen Schulen aus Finnland und Belgien sowie die seit vielen Jahren zum Schulalltag gehörenden Auslandspraktika hin. „Wir denken, dass ein Gegenbesuch in Recklinghausen der nächste Schritt auf dem Weg zu einer soliden Partnerschaft sein könnte“, sprach der Leiter des Kuniberg Berufskollegs eine konkrete Einladung an die Salzburger Gastgeber aus. Als Termin wurde der Europatag Anfang Mai 2018 ins Auge gefasst.

Während Jochen Sänger als Sprecher der Steuergruppe allgemeine Informationen über den Kuniberg präsentierte, spezialisierte sich Qualitätsmanagerin Martina Brandt auf ihren Aufgabenbereich, der auch ein Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen sein könnte. Julia Joemann aus der Bildungsgangleitung des Wirtschaftsgymnasiums stellte die Bedeutung der Internationalität am Recklinghäuser Berufskolleg vor. Hier erkannten beide Seiten mehrere Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte, auch mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechniken.

Kuniberg Berufskolleg bleibt "Fairtrade-School"

Aufwändige Dokumentation der Weltladen-Aktivitäten ist die Grundlage für den erfolgreichen Prozess

Die Nachhaltigkeit besitzt im Schulprogramm des Kuniberg Berufskollegs einen zentralen Stellenwert. Daran hat der Weltladen mit seinen unterschiedlichen Aktivitäten für den fairen Handel einen wichtigen Anteil. Das ist jetzt auch offiziell bescheinigt worden.

Am Mittwoch (4. Oktober) hat Monika Tomazic als Vorsitzende des Weltladens die Urkunde entgegengenommen, die es dem Kuniberg Berufskolleg weiterhin erlaubt, den anerkannten Titel „Fairtrade-School“ zu tragen.

Überreicht wurde das Zertifikat von Björn Schmidt-Freistühler, dem Sprecher des Lenkungskreises Fairtrade-Town Recklinghausen. Der Rezertifizierung war im vergangenen halben Jahr eine aufwändige Dokumentation der Schul- und Weltladenaktivitäten vorausgegangen.

 

Kooperationsprojekt: "Telefonieren wie die Profis"

Dialogmarketing-Kaufleute "unterrichten" schon zum achten Mal

Zum achten Mal haben die Kaufleute für Dialogmarketing andere Bildungsgänge mit den Grundlagen des professionellen Telefonierens vertraut gemacht. Die Dialogmarketing-Oberstufe trainierte in Dreier- und Vierergruppen die Unterstufen der Automobilkaufleute, der Büromanager sowie der Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellten. Vorbereitet hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Deutsch-Unterricht mit Fachlehrerin Anna Zygiel. Das Motto des Projekts im Schuljahr 2017/18 lautete: "Telefonieren wie die Profis".